Laufende Projekte

Hier finden Sie die laufenden Projekte des Fachbereichs Bodenpolitik und Bodenmanagement.

Ferienwohnungsquoten in Vorarlberg

Beginn: 02.11.2017 Ende: 31.03.2018

§ 16 Vlbg RplG bestimmt mit beträchtlicher Regelungsdichte die raumplanungsrechtlichen Rahmenbedingungen für die Errichtung bzw. Nutzung von Ferienwohnungen in Vorarlberg, wobei insb. Kriterien für spezifische Widmung im Rahmen der kommunalen Flächenwidmungsplanung geregelt werden. Ergänzend dazu verpflichtet der Gesetzgeber in § 16a Bas. 4 Vlbg RplG die Landesregierung - unter näher bestimmten Voraussetzungen - durch Verordnung den höchstzulässigen Anteil der Ferienwohnungen je Gemeinde festzulegen (Ferienwohnungsquote). Der Gesetzgeber sieht im Zusammenhang mit der Ferienwohnungsquote die Möglichkeit einer Abstufung zwischen Gemeinden vor: "In dieser Verordnung kann für strukturschwache Gemeinden, wie Gemeinden mit rückläufiger Bevölkerungsentwicklung, etwa ein Anteil festgelegt werden, wenn dadurch die mit der Ferienwohnungsquote verfolgten Ziele nicht gefährdet werden."

Eine Ferienwohnungsquote je Gemeinde wurde bislang von der Vlbg Landesregierung (noch) nicht verordnet. Nachdem die inhaltlichen Kriterien für die Festlegung der konkreten Ferienwohnungsquoten durch die Landesregierung in § 16a Abs. 4 Vlbg RplG sehr allgemein gehalten sind ("soweit dies zur Erreichung der Raumplanungsziele nach § 2, insbesondere zur Sicherstellung der für einen ganzjährig gegebenen Wohnbedarf benötigten Flächen"), ist grundsätzlich von eienm Planungsspielraum der Landesregierung auszugehen, wobei einsprechend dem Sachlichkeitsgebot fachliche Begründungen für quantitative Quotenvorgaben erforderlich sind. In der Studie sollen - ausgehend von einem Vergleich der entsprechenden Regelungen in ausgewählten Bundesländern sowie im deutschsprachigen Ausland - Vorschläge für mögliche Ferienwohnungsquoten ausgearbeitet werden.

Neben den Begründungen für die jeweiligen Schwellenwerte für Ferienwohnungen sollen die bisherigen Erfahrungen mit festgelegten Ferienwohnungsquoten erfasst werden, um daraus Empfehlungen für Vorarlberg abzuleiten.

Policy Brief - Risk Governance im Naturgefahrenkontext

Beginn: 20.08.2017 Ende: 30.09.2018

Der Status Quo von Governance Prozessen in der Prävention von Naturgefahrenauswirkungen ist dabei ein weitgehend neuer Aspekt im Forschungsfokus und es wurden gerade im Alpenraum noch keine umfassend vergleichenden Studien dazu durchgeführt. In den Bereichen Flächenvorsorge, technische Maßnahmen und Katastrophenschutz kann durch effiziente präventive Maßnahmen Risiko deutlich reduziert werden und abseits formal-normativer Verfahrensabläufe gilt es vermehrt Aufmerksamkeit auf Governance Aspekte zu lenken. Die voliegende Studie stellt ein Governance-Mapping im Eusalp Raum für Prävention gegen alpine Naturgefahren sowie eine Auswahl von Good-Practice Beispielen dar.

CA COST Action CA16209

laufend

Unter dem Titel "Natural Flood Retention on Private Land" bringen sich Prof. Arthur Kanonier und Dipl.-Ing. Arthur Schindelegger laufend zu Themen des Klimawandels und damit verbundenen Hochwasserereignissen in den wissenschaftlichen Dialog ein.

Der Klimawandel erhöht die Häufigkeit und Intensität der künftigen Hochwasserereignisse, was zu höheren Kosten für Hochwasserschäden und zur Erhöhung der öffentlichen Nachfrage nach Schutzmaßnahmen führt. Traditionelle Hochwasserschutzmaßnahmen, die sich hauptsächlich auf graue Infrastrukturen (Deiche, Dämme usw.) stützen, reichen nicht aus, um das dynamische Hochwasserrisiko allein zu bewältigen.

Die Herausforderung besteht darin, multifunktionale Landnutzungen, die vorübergehenden Hochwasserschutz- und Hochwasserspeicherung ermöglichen, zu gewährleisten. LAND4FLOOD Kosten-Aktion zielt darauf ab, die unterschiedlichen Aspekte zu betrachten und eine gemeinsame Wissensbasis und Kanäle der Kommunikation zwischen WissenschaftlerInnen, Behörden, EigentümerInnen und anderen Stakeholdern im Feld zu etablieren.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Risk Governance im Naturgefahrenkontext (Grundlagenforschung)

Beginn: 15.11.2016 Ende: 31.12.2018

Naturgefahren stellen gerade in alpinen Bereichen eine wesentliche Einschränkung für die räumliche Entwicklungen dar. Bereits seit langem wird durch Maßnahmen in der Prävention versucht Risiken für die Bevölkerung zu minimieren und eine sicheres Lebens sowie Entwicklungsmöglichkeiten zu garanatieren. Klassische sektorale Zugänge, die sich in erster Linie auch in stark verrechtlichten Verfahrensabläufen abbilden, stoßen immer mehr an Ihre Grenzen. Mit dem Konzept des Naturgefahrenmanagements wurde versuchte eine verbesserte Koordination zwischen Planungsträgern zu erreichen. Nunmehr wird der Fokus auf Governance als alternative Steuerungsmöglichkeit gelenkt, die akzeptierte und innovative Lösungungen erreichen soll. Der Status Quo von Governance Prozessen in der Prävention von Naturgefahrenauswirkungen ist dabei ein weitgehend neuer Aspekt im Forschungsfokus und es wurden gerade im Alpenraum noch keine umfassend vergleichenden Studien dazu durchgeführt. In den Bereichen Flächenvorsorge, technische Maßnahmen und Katastrophenschutz kann durch effiziente präventive Maßnahmen Risiko deutlich reduziert werden und abseits formal-normativer Verfahrensabläufe gilt es vermehrt Aufmerksamkeit auf Governance Aspekte zu lenken. Die voliegende Studie stellt ein Governance-Mapping im Eusalp Raum für Prävention gegen alpine Naturgefahren sowie eine Auswahl von Good-Practice Beispielen dar.

 

Übersicht zum österreichischen Raumordnungsrecht - ÖROK-Rechtssammlung

laufende Betreuung